Kurt Jotter, c/o "Büro für ungewöhnliche Maßnahmen",
    Cuvrystr. 20, 10997 Berlin, Tel: 6115000 / 0174 9337862


    Betr.: Stand der Ermittlungen.....

      Zerstörung eines Politischen Kunstwerks gegen den Krieg
      auf dem Potsdamer Platz bei der Berlinale...(www.berlin-declaration.org)
      Montag 12 Uhr Protest-Aktion dagegen dort bei der Uhr
      mit einem 12qm großen neuen Objekt und einer kleineren Version
      des umstrittenen Plakats

    "The game is over......"
    Kunst- und Meinungs-Freiheit auch?

    Gewalt statt Diskussion - ein neuer Trend
    im Deutschland zur Vorkriegszeit?

    Ein unglaubliches Armutszeugnis für den Zustand der politischen Kultur - gerade bei einer Berlinale im Zeichen der "Toleranz"!

    Die Ermittlungen gegen unbekannte Täter, die am Freitag nach Einbruch der Dunkelheit eine Arbeit des Berliner Aktionskünstlers Kurt Jotter zerstört haben sind immer noch nicht abgeschlossen. Anzeige wird morgen erstattet:

    Die Tat: Das Herausschneiden und Verschleppen eines politischen Großplakats (12qm) aus seiner eigenen 6m hohen Gerüst-Installation.....
    Der Tatort: Mitten auf dem Potsdamer neben der Uhr zur Berlinale
    Tat-Motive: Zunächst das (Gedächtnis)-Protokoll eines kurzen Telefonats Freitag ca. 16 Uhr: Die zuständige Polizistin ruft an: "Herr Jotter, Sie haben ja nun doch Ihr Plakat auf dem Potsdamer Platz aufgestellt. Das findet die Berlinale-Leitung aber überhaupt nicht gut und hat es Ihnen am Marlene-Dietrich-Platz bereits nicht genehmigt. Haben Sie denn jetzt hierfür eine Genehmigung?" Antwort: "Ja, vom Tiefbauamt". Polizistin: "Wenn es das Tiefbauamt genehmigt hat, genehmigt, dann ist dagegen wohl nichts einzuwenden, weil das Plakat selbst keinen strafbaren Inhalt hat. Faxen Sie mir doch bitte diese Genehmigung zu." Fax erfolgt - keine Antwort mehr.
    Es liegt mir fern, allein gegen Berlinale-Kreise hier Verdacht-Momente zu hegen.
    Es gibt sicher auch Andere Tat-Motive:

    • etwa übereifrige Angestellte von Daimler-Crysler, die Bushs Friedenswillen auf dem Plakat zu wenig wiederfinden oder amerikanische Geschäftspartner verprellt sehen?
    • amerikanische Touristen oder Sicherheitskräfte, die Probleme mit der hiesigen Meinungsfreiheit haben?
    • Die Professionalität der Tat könnte aber auch auf einen früheren Stasi-Offizier schließen lassen vom August `83 Alexanderplatz, der jetzt in anderen Diensten ist?
    • Jugendliche Souvenierjäger, die einen neuen Wandbehang für ihr 4m hohes Wohnzimmer suchten?
    • Ein Betrunkener, der auf dem 6m hohen Gerüst eine Mutprobe gewagt hat?
    • Ein friedensbewegter Fan - aber der würde das Teil zur Montagsdemo oder zum 15.Februar wieder mitbringen.

    Eine Einkreisung der Tatverdächtigen an diesem Ort mit diesem Publikum läßt aber im grunde nur den Schluß zu, daß es sich hierbei nur um eine Tat aus Politischer Interessens-Lage gehandelt haben kann.....

    Eine Bereinigung der Geistigen Oberfläche mit dem Ziel einer Einschüchterung und möglicherweise der Vertuschung von Hintergründen zu den Kriegs-Vorbereitungen?

    In Vorkriegszeiten stirbt die Wahrheit immer zuerst........Aber:
    Wahrheiten kann man weder vertuschen
    noch verschwinden lassen!


    Protest-Aktion: Mo. 12 Uhr Potsdamer Platz

    Der Entwurf und die weiteren Dokumente zur diesem künstlerisch zugespitzen "Präventiv"-Kriegsfilm-Plakat, mit einer genauen "film"-analytischen Erklärung im Internet (www.berlin-declaration.org) unter: news im Link ganz oben.
    Anwesend ebenfalls Eva Quistorp von berlin-declaration.org
    Die Aktion hat 4000.-Euro gekostet - Um Spenden hierfür und für einen möglichen Nachdruck des Groß-Pakates wird dringend gebeten.




    Konzeption/Pressemitteilung vom Anfang:

    "Wir wissen, Filme waren immer ein guter Vorbote
    und treuer Begleiter der Realität...."

    Bis zum Ende Berlinale

    Präventiv-Kriegs-Vorbereitungen
    Weiterhin - auch auf dem Potsdamer-Platz !

    Zum Filmen, Fotographieren, Überliefern..........

    Der Berliner Aktions-Künstler Kurt Jotter (Büro für ungewöhnliche Maßnahmen)
    zeigt dort - neben der Uhr - an einem großen Metallgerüst ein
    12 qm großes, authentisches
    "Präventions"-Filmplakat gegen den "Präventionskrieg"

    mit den Stars der Vorkriegszeit - in künstlerisch zugespitzter Form.
    - speziell entwickelt zur Berlinale.

    Das professionelle Filmplakat -
    dem Genre bekannter Kriegsfilm-Plakate sehr echt nachempfunden -
    kündigt eine Produktion von ENRON, HALLIBURTON (den
    Background-Multis von Bush/Cheney) und RealTimeFilms an - ganz großes Kino mit
    noch nicht absehbaren Speciell-Effects - diesmal nicht aus Hollywood, sondern
    made in Washington: Peacekiller - The way to find Bin Laden.

    Der Film - in EchtZeitCinemascope gedreht - ist bereits für 5 Oscars nominiert,
    obwohl die Dreharbeiten noch nicht abgeschlossen sind....
    Ein Film, der die Welt in Atem hält und zu dem das weltweite Publikum
    als gepackte Zuschauer verdammt zu sein scheint......

    Die Handlung des Films: Führende Großmächte gefährden - mit Ihrer derzeitigen
    Strategie der Präventivkriegs-Doktrin den Terrorismus zu bekämpfen - massivst den
    Weltfrieden.....

    Näheres dazu in der film-analytischen Presse-Erklärung
    Über: www.berlin-declaration.org
    Unter News
    Link K.Jotter


    Zur Person:

    Kurt Jotter hat nach den spektakulären Aktionen im Rahmen des Kreuzberger "Büro für ungewöhliche Maßnahmen" (1987-94) zuletzt zum Bonner Klimagipfel (2001) den Kyoto-Boykotteur G.W.Bush als "Real-Montage" in den Rhein gestellt, mit dem Wasser bis zum Hals - umgeben von zahlreichen, ebenfalls halb versunkenen Amerikafahnen. Text: "GOD SAVE THE USA - and the rest of the world".
    (Fotos vom 20.7.01 bei Dpa, AP, ddp...)