Vergewaltigungen als Kriegsverbrechen anzuerkennen und einen internationalen Strafgerichtshof einzurichten, habe ich als Antrag schon 1992 ins Europaparlament eingebracht. Nach 1997 und nach 2001 müssen wir uns weiter für die Anerkennung und die Finanzierung des Internationalen Strafgerichtshofes einsetzen, die traumatisierten Opfer der Kriege nicht vergessen!
Die Sorge um den Wiederaufbau, um die Versöhnung in Kriegsregionen auch in Afrika und um die Rolle der EU dabei hat mich nie losgelassen, auch nachdem ich 1993 wegen Ost- und Jugendquote und meiner UNO-Interventionsposition nicht wieder für das Europaparlament aufgestellt wurde.
Im Wahlkampfteam 2004 möchte ich mich mit andern für das Konzept der effektiven Krisenprävention einsetzen, das auf Bundes- und Europaebene inzwischen verbessert worden ist, dabei für die Rolle unabhängiger Medien, für mehr Führungspositionen von Frauen in der Konfliktlösung, so wie sie die UN- Sicherheitsratsresolution 1325 fordert, an der ich mitgearbeitet habe.
- Gerade nach dem 11.9.01, aber eigentlich schon 1991, seit dem 2. Golfkrieg und der bosnischen Tragödie sollte es den intellektuellen, politischen und Medieneliten europaweit und global klar sein, dass Dialoge der Kulturen, der Religionen, der Weltregionen, aber auch der Parlamente und der unabhängigen NGO`s nötig sind, wenn wir weitere Gewalteskalationen und andauernde Kriege und zunehmende Gewaltökonomien in der Welt aufhalten wollen.
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